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Regenbogenkuchen (Rainbow Cake)

Vor kurzem hatte ich meinen 1. Geburtstag. Ich war schon so gespannt welchen Geburtstagskuchen meine Mama für mich bäckt. Eine Geburtstagstorte kaufen bzw in einer Konditorei machen lassen wollte Mama nicht. „Als eigentlich gelernte Konditorin mach ich die Torte für Pippilotta schon selber“. Mama hat, bevor sie Pädagogin wurde, eine Lehre als Konditorin gemacht – bäckt aber nur mehr hin und wieder etwas Aufwendiges. Aber ich schweife ab – zurück zu meinem Geburtstagskuchen.  🙂
Zuerst hat sie sich gedacht sie macht so einen tollen Kuchen mit eingefärbten Marzipan – da aber Marzipan bei meinem Papa nicht so der Renner ist und auch bei den anderen Geburtstagsgästen nicht, hat sie die Idee schnell verworfen.
Mama durchwühlte das Internet nach einem tollen Kuchen für mich und fand auf www.usa-kulinarisch.de dann meinen Geburtstagskuchen. Eine Rainbow Cake (Regenbogenkuchen).

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Um eines noch zu erwähnen und klarzustellen – weil viele vielleicht jetzt sagen werden „waaaas ein 1-jähriges Kind darf so einen Kuchen essen!“

  1. Ich habe kein ganzes Stück gegessen, sondern ein paar Bissen gekostet,
  2. Mama achtet auf eine ausgewogene Ernährung,
  3. bekomme ich ganz selten Kuchen zum kosten – nur wenn Besuch da ist und Mama einen gebacken hat und zu guter Letzt
  4. ist es jeder Mama selber überlassen ob sie ihrem Kind einen Kuchen mit oder ohne Zucker, mit natürlicher Süße od Zuckerersatzstoffen (die ja auch net grad sooooo gesund sind) anbietet.

 

Mama dachte sich, „ach das wird eh ganz einfach werden – schaut ja eh net so schwer aus“. Nun ja, sagen wir mal so, Papa hat mich kurzerhand zum Spazieren gehen mitgenommen, sodass Mama sich in ihrem Backfieber verwirklichen konnte. Meine Mama hat dann meine Tante Helene (die macht nämlich gerade die Meisterprüfung als Konditorin 🙂 ) gefragt ob sie denn schon mal so einen Regenbogenkuchen gemacht hat – hat sie nicht und wir wissen jetzt warum -> Der Kuchen ist ja an sich nicht so schwer zu machen, ABER wenn du vorhast so eine Rainbow Cake zu machen, dann plane dir viel Zeit ein,  gute Nerven (Mama war zwischendurch mal kurz am verzweifeln weil die Tortenböden nicht gerade wurden – aber dazu gleich mehr) und du musst damit rechnen, dass es eine ziemliche Patzerei ist (war bei Mama halt so).

Ach ja und noch eine klitzekleine Anmerkung bevor ich dir das Rezept verrate: für die schlanke Hüfte ist der Kuchen nichts – warum? Das erfährst du gleich im Rezept.

 

Dieses Rainbow Cake Rezept ist gedacht für eine Springform mit einem Durchmesser  von 18 cm (16 cm od 20 cm gehen aber auch). Mama hatte nicht so eine kleine Springform zu Hause, sondern eine übliche von 26 cm Durchmesser- sie hat die 1 ½ fache Menge genommen – im Nachhinein gesehen wäre es besser gewesen die doppelte Menge zu nehmen für eine „normale“ Springform. Allerdings ist der Kuchen so mächtig, dass Mama sich das nächste Mal, wenn sie so einen Kuchen macht, eine kleine Springform besorgen wird. Aber jetzt geht’s wirklich zum Rezept.

 

Für den Teig (Springform von 16-20 cm Durchmesser)

  • 300 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • eine Prise Salz
  • 180 g weiche Butter oder Margarine
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 175 g Zucker
  • 5 Eiweiß
  • 275 ml Milch
  • Gel-Speisefarben in blau, grün, gelb, orange, rot und lila
    (Mama hat 2 Packungen Lebensmittelfarben (rot, gelb, blau, grün) von Dr. Oetker verwendet, die man im gut sortierten Lebensmittelgeschäft kaufen kann. Die eine Packung hat sie für rot, gelb, grün, blau hergenommen und die zweite Packung hat sie für das Mischen der Farben orange und lila benutzt und den Rest zu rot, grün, blau, gelb dazugegeben um eine sattere Farbe zu bekommen)

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für das Frosting:

  • 300 g weiße Schokolade
  • 450 g Frischkäse (Voll- oder Halbfett, nicht Magerstufe)
  • 50 g Butter

 

Sonstiges:

  • 100 g Marillenmarmelade (Aprikosenmarmelade)
  • (Mama hat Orange-Sanddorn Marmelade verwendet – auf der Internetseite wo Mama das Rezept gefunden wurde Lemon Curd zum bestreichen der Böden verwendet)
  • Zuckerperlen, Schokoflocken oder ähnliches zum dekorieren.

 

 

Und so geht’s:

Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen und beiseite stellen.

 

Weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker sehr cremig rühren, dabei nach und nach das Eiweiß sehr gründlich unterrühren.

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Mehl und Milch abwechselnd zugeben und nur rühren, bis der Teig glatt ist.

 

 

Backofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

 

 

Teig abwiegen und in sechs Portionen teilen.
Jede mit Speisefarbe (erst mit weniger beginnen!) leuchtend einfärben.

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Eine Springform von 18 cm (16 oder 20 gehen auch) am Rand ausfetten, Boden mit Backpapier belegen.

 

 

Jeden Boden etwa 16 bis 18 Minuten gar backen, auf einen Rost stürzen und erkalten lassen.

 

 

In der Zwischenzeit das Frosting rühren:

Die weiße Schokolade in einem Topf über dem Wasserbad bei sanfter Hitze schmelzen, danach wieder etwas abkühlen lassen.

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Den Frischkäse in einer Schüssel mit dem Mixer nur kurz cremig rühren, in kleineren Portionen die geschmolzene Schokolade und die weiche Butter einarbeiten, bis sich ein glattes Frosting ergibt.

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Abgekühlte Böden jeweils auf der Oberseite mit heller Marmelade bestreichen. Mit jeweils einem bis zwei Esslöffeln Frosting bestreichen und aufeinander setzen.

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Anschließend außen rundum mit restlichem Frosting einstreichen.

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Mit Gebäckschmuck verzieren und gut durchkühlen lassen, mindestens vier Stunden (am besten über Nacht).

 

 

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Kleine Anmerkung:

Es muss jeder Boden (jede Farbe) einzeln gebacken werden! Die einzelnen Farben DSCN9262übereinander in eine Springform gießen ist nicht zu anzuraten, da die Farben ineinander verlaufen! Ja es dauert bis alle 6 Böden gebacken sind aber der Aufwand lohnt sich. Das war auch der Punkt, an dem Mama fast verzweifelt ist – denn Mama hat wie oben erwähnt das 1 ½ fache der Zutaten verwendet. Bei einer Springform von 26 cm Durchmesser wäre es besser gewesen die doppelte Menge zu nehmen, denn die Böden wurden nicht gleichmäßig hoch (die Ränder waren zu dünn). Mama hat dann einfach improvisiert 🙂 . Sie nahm ihren Tortenring und stellte ihn so ein, dass sie die dünnen Ränder abschneiden konnte. So blieb nur die gleichmäßige Höhe erhalten und aus den abgeschnittenen Rändern machte sie Brösel die als Kuchendeko dienten. Mama hat dann als sie fertig war gesagt „Eigentlich hätt‘ ich gleich alle Böden im Tortenring backen können, den hätt‘ ich auf 20 cm einstellen können. Ja im Nachhinein ist man gescheiter.“

 

 

Viel Spaß beim nach backen!

Falls du Fragen haben solltest, kannst du mich gerne kontaktieren!

 

Alles Liebe,

Eure Pippilotta